Norbert Mosandl Vierter bei der Paracycling WM in Kanada


Nach einer äußerst erfolgreichen Saison 2010 mit mehreren Podiumsplätzen bei UCI- und EHC- Handbikerennen fuhr Norbert Mosandl vom RSLC Holzkirchen als bis dato UCI-Weltranglisten-Erster in seiner Klasse und Deutscher Vizemeister im Einzelzeitfahren zur UCI-Paracycling-Weltmeisterschaft nach Baie-Comeau in Kanada, das 400 Kilometer nordöstlich von Quebec liegt.

Für diesen Saisonhöhepunkt hatte Norbert fleißig trainiert, erst mit der Nationalmannschaft in Freiburg, anschließend war er eine Woche im Trainingslager in Übersee am Chiemsee. Die bergige Landschaft in Oberbayern lieferte ideale Trainingsstrecken und so hatte er eine optimale Vorbereitung und ein auf ihn abgestimmtes, effektives Training mit professioneller Betreuung durch seinen Trainer Cristof Weiß von „europeansports“.

Dies war auch nötig, denn die Renn-Strecke in Kanada war sehr selektiv und anspruchsvoll.

Beim Einzelzeitfahren waren 2 Runden á 11,4 km und insgesamt 300 Höhenmeter zu überwinden. Das Ganze bei Steigungen von über 10 %.

Hochmotiviert und optimal vorbereitet ging es also am 19. August an den Start.

Norbert fühlte sich sehr gut und hat alles gegeben. Der lange Berg der zu überwinden war, und an dem er die meiste Zeit verloren hatte, war für ihn jedoch „knallhart“, sehr steil und schier nicht enden wollend. Bei der darauffolgenden schnellen und kurzen Abfahrt konnte er die Zeit nicht mehr reinfahren.

Bei der starken Konkurrenz reichte Norbert’s Zeit von 40:03.27 leider nur für den vierten Platz. Kurz nach dem Rennen war er natürlich enttäuscht über den „undankbaren“ vierten Platz in seiner „Offenen Klasse für Kniebiker (H4)“.

Der Goldmedaillen-Gewinner Sanchez bewältigte die Strecke mit einer Zeit von nur 38:08.38.

Am 21. August stand dann das Straßenrennen auf dem Programm, diesmal musste der Rundkurs von 11,4 km fünf mal absolviert werden.

Nach spannenden Kämpfen um die vorderen Plätze hatte Norbert in der letzten Runde leider ein ärgerliche Panne, seine Kette ist gerissen und er musste das Rennen beenden.

Das war’s dann also mit den Träumen auf eine gute Platzierung beim Strassenrennen!

Nach einer sehr langen und anstrengenden Rückreise kam Norbert dann erschöpft, und um einige Erfahrungen reicher, am 24. August wieder in München an.

Abschließend möchte sich Norbert bei allen für die tolle Unterstützung bedanken, bei euch Vereinskameraden (v.a. bei Elmar Sternath für die aufmunternden Worte vor und nach der WM), den Mannschaftskollegen und dem deutschen Betreuer-Team, meinem Trainer, allen Beteiligten und natürlich bei seiner Frau und seiner Familie, ohne die vieles nicht möglich wäre.

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