Gelungener Start in die paralympische Saison

Traditionell wurde die Rennsaison am Karsamstag mit dem Frühjahrsklassiker im elsässischen Rosenau eröffnet. Entgegen der Prognosen konnten sowohl die Vor- als auch Nachmittagsbewerbe bei trockenem Wetter und durchaus angenehmen Temperaturen abgewickelt werden. Mit dabei Elmar Sternath, der sich in seinem ersten Wettkampf nach seiner

verletzungsbedingten Auszeit vorgenommen hatte, die Spitzengruppe nach dem Start keinesfalls zu verlieren und daher in den letzten Wochen verstärkt standing start intervals in sein Training eingebaut hatte. Das machte sich bezahlt, denn, begünstigt von einem Ordner, der ihn entgegen der offiziellen Startaufstellung in die erste Reihe stellte, verlor er nach dem Start wesentlich weniger Boden als gewohnt und konnte die erste Tempoverschärfung kurz vor dem ersten Ortsschild, die die Spitzengruppe bereits auf 16 Fahrer reduzierte, problemlos mitgehen. Da sein Pulsniveau keine hundertprozentige Auslastung anzeigte, beteiligte er sich zunehmend auch an der Führungsarbeit und erzwang Mitte der zweiten Runde nach einer längeren Tempoverschärfung kurz vor der Wende unfreiwillig sogar eine Vorentscheidung des Rennens. Als er sich nach dem Führungswechsel zurückfallen ließ und der hinter ihm positionierte starke Pole Wilk die Führung übernahm, folgte zunächst niemand. Wilk nutzte die Chance und Weltmeister Jeannot, der bis dahin zurückhaltend wie immer agiert hatte, nahm im Alleingang die Verfolgung auf und schloss die Lücke problemlos. Der Vorsprung vergrößerte sich schnell und der Versuch von Jeffré und Sternath, das Loch zuzufahren, schlug leider fehl. So siegte Jeannot schließlich klar in 1:04:23 vor Wilk. Sternath hatte sich im Sprint der 6-köpfigen Verfolgergruppe lange am Hinterrad von Skrzypinksi orientiert, konnte seinem Antritt allerdings nicht folgen. Sehr eng ging es aber auf den folgenden 3 Plätzen zu. Letztlich reichte es hinter Purschke und Cratassa für Platz 6, angesichts der Tatsache, dass Sternath für den Sprint noch reichlich Körner übrig hatte, mit den Besten der Zunft absolut auf Tuchfühlung war und sogar das deutsche Sprintas Jeffré erstmals seit 2007 wieder einmal in einer Sprintentscheidung schlagen konnte, ein äußerst erfreuliches Ergebnis.

Auf seinem Weg zum Ziel Zeitfahrbronze in London liegt Sternath im Moment jedenfalls voll im Soll! Hier gibt es ein paar Details zum Rennverlauf.

Besonderer Erwähnung bedarf noch der wunderbar hauchdünne Teig der heuer erstmals angebotenen Flammkuchen, einer typisch elsässischen, pizzaähnlichen Spezialität. So konnte Sternath laut eigener Aussage seinen allmonatlich wiederkehrenden Pizzaheißhunger einmal mit einer interessanten Variante stillen.

 

Interview mit Elmar Sternath im Holzkirchner Merkur, 11.04.2012, hier...


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