Bronze bei den Deutschen Paracycling Meisterschaften

An Pfingsten, vom 23. bis 25.05.2015, fanden in Köln-Longerich im Rahmen der Cologne Classic 2015 die Deutschen Meisterschaften und Europa Cup Rennen der Paracycler statt. Vom RSLC Holzkirchen waren Angelika Dreock-Käser in der Rennradklasse C4 der Damen, Johannes Bessell in der Rennradklasse C5 bei den Herren und Christian Triendl in der Handbikeklasse H3 am Start.

Am Samstag, 23. Mai, war das Zeitfahren auf dem Terra Nova Speedway .
Die Frauen mussten 15 Kilometer und die Herren 20 Kilometer fahren.

Angelika Dreock-Käser erzielte zwar die drittbeste Zeit. Durch die Faktorisierung, welche die unterschiedlichen Behinderungsgrade berücksichtigt, wurde sie beim Zeitfahren Vierte. Angelika war aber sehr zufrieden, weil sie ihren Abstand zur Denise Schindler im Vergleich zur Bayerischen Meisterschaften verringern konnte.

Johannes Bessel wurde 16. im sehr starken Feld mit dem mehrfachen Weltmeister Michael Teuber als Sieger. Johannes hatte leider die letzten zwei Monate auf Grund von Knieproblemen nicht gut trainieren können. Den Umständen entsprechend und mit unterlegenem Material war er allerdings recht zufrieden.

Bei den Handbikern startete Christian Triendl für den RSLC. Schon der Blick auf die Startliste zum Europacup und DM in Köln ließ erahnen, dass die Erwartungen nicht all zu hoch gesteckt werden durften. Denn bei den Handbikern war nur ein sehr kleines, aber äußerst starkes Starterfeld, gespickt mit Top-Athleten aus ganz Europa angetreten.

Dennoch konnte Christian Triendl seine Leistung zu 100% abrufen. Das reichte im Europacup zu Rang 22 und Rang 11 in der Deutschen Meisterschaft .

Am Sonntag, 24. Mai, fand das Straßenrennen der Damen über 44 Kilometer auf einem flachen Rundkurs in Köln-Longerich statt. Die Runde war 2.200 Meter lang und musste bei den Damen auf dem Rennrad 20 mal durchfahren werden.
Es wurde ein schnelles Rennen, mit zwei Weltmeisterinnen am Start. Denise Schindler, aktuelle Weltmeisterin auf der Bahn über 3.000 m Verfolgung und Kerstin Brachtendorf, die Straßenweltmeisterin von 2013. Das Ziel von Angelika war es, den Abstand zu diesen beiden nicht zu groß werden zu lassen. Angelika fuhr die ersten 10 Runden mit Denise. Beide wechselten sich immer ab. Das Tempo war sehr hoch und in den letzten Runden konnte Angelika nicht mehr das hohe Tempo mithalten und gewann somit die Bronzemedaille.

Am Pfingstmontag, 25. Mai, kamen die Herren wieder dran. In den Rennradklassen C4&C5 mussten sie 22 Runden zurücklegen. Das Straßenrennen um 09:00 Uhr begann mit Regen, für Johannes eine ungewohnte Situation in einem Rennen. Die Strecke war eigentlich nicht sehr schwer, nur eine Kurve war recht scharf. Und genau in dieser Kurve ist ihm bereits in der ersten Runde das Hinterrad weggerutscht. Er konnte sich aber zum Glück fangen und wieder der Gruppe anschließen. In den nächsten Runden wurde das Tempo dann immer wieder erhöht und auch immer wieder waren ein paar Ausreißversuche dabei. Bis zur 10. Runde konnte er in der Gruppe bleiben, doch dann hat es ihn im strömenden Regen wieder in der besagten Kurve erwischt - Sein Hinterrad ist wieder weggerutscht. Diesmal allerdings schlimmer als in der ersten Runde und er musste sich mit dem Fuß abstützen, um einen Sturz zu verhindern.
Da direkt nach der Kurve das Tempo von der Gruppe wieder angezogen wurde, kam er leider nicht mehr an die Gruppe ran und musste sein eigenes Rennen fahren.
Auf jeden Fall war es wieder einmal gute Erfahrung, die er sammeln konnte, aber trotzdem schade, denn das Straßenrennen lief eigentlich sehr gut. Johannes konnte im Vergleich zum Zeitfahren seine Platzierung auf Rang 8 verbessern.
Die Handbiker H3-H5 starteten um 12:50 Uhr und mussten 19 Runden zurücklegen. Christian Triendl konnte sich ebenfalls auf den 8. Platz vorarbeiten. Erreicht der Erste die 19 Runden, wird das Rennen beendet. Hier konnte Christian den 18 Rang von 28 gestarteten Handbikern im Europacup und Rang 8  in der DM erreichen. Mit einer Zeit von 1:09:37 auf 17 Runden oder 37,4 Kilometer und einem Schnitt von rund 32 Stundenkilometern.

Alles in allem eine schöne Veranstaltung , mit meist angenehmen Wetter und beim Straßenrennen mit einer großartigen Zuschauerkulisse. Schade, dass nur so wenig Handbiker den Weg nach Köln gefunden haben.

Nun heißt es für Christian fleißig weitertrainieren und vor allem das Körpergewicht zu reduzieren, um den Abstand auf die Besten zu verringern.

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