Trainingswochenende in der Eng

Für etliche ambitionierte RSLC-Läufer fällt am 25.08.2018 um 6 Uhr morgens der Startschuß zum diesjährigen Karwendelmarsch. Die Route führt dabei über 52 Kilometer und 2.251 Höhenmeter von Scharnitz nach Pertisau am Achensee. Die Besten brauchen dafür nur etwas über vier Stunden.

Zur Vorbereitung auf diesen Wettkampf planten die erfahrenen Bergläufer des RSCL und solche, die es noch werden wollen, für den 03. bis 05. August ein verlängertes Trainingswochenende, um schon vorab in diesem Terrain zu trainieren.
Ausgangspunkt war der Alpengasthof Eng im Großen Ahornboden auf 1.250 m. Dieser empfing die Läufer am Freitagnachmittag mit strahlend blauem Himmel, Sommersonne und sportlichen 29,5 °C.

Für den Ankunftstag stand eine Aufwärmtour von maximal 2 Stunden auf dem Programm. Der größere Teil der Gruppe ließ nicht von der Kombination eines relativ steilen Anstiegs in der Sonne bei hochsommerlichen Temperaturen abschrecken und lief hinauf zur Binsalm  in 1.502 m Höhe. Eine kleinere Gruppe wählte die flachere Variante über die Engalm entlang des Baches hinein in den Enger Grund – doch auch hier wurden die Trinkflaschen mehrfach nachgefüllt.
Im Alpengasthof empfing Wilfried Hackenbroich die RSCLer mit einem perfekten Catering nach dieser ersten Hitzeschlacht: gesalzene Tomaten, kühle Wassermelone und ganz viel Wasser, bevor es zunächst unter die Dusche und dann zum gemeinsamen Abendessen auf die Hotelterrasse ging. Hier klang der erste Tag vor atemberaubender Karwendelkulisse aus.

Nach dem Motto „der frühe Vogel…“ machten sich die Läufer aufgrund der vorhergesagten hohen Temperaturen früh auf den Weg. So startete man am Samstag bereits um 07.30 Uhr, in zwei Gruppen. Die potentiellen Karwende-Mmarschteilnehmer unter Willi Neureiter hatten sich für den Tag das Herzstück des Marsches als Training vorgenommen: vom Hotel zum Karwendelhaus auf 1.778 m, über den kleinen Ahornboden, mit steilem Anstieg zur Falkenhütte und zurück zur Eng. Insgesamt wurden 35 km und 1.650 Höhenmeter bei idealen Trainingsbedingungen absolviert, am Ende mit einer weiteren Temposteigerung durch ein nahendes Gewitter.
Die zweite Gruppe, geführt von Irmi Weimer, startete von Hinterriß durch das schöne Johannestal, ebenfalls zum kleinen Ahornboden, über die Ladiz-Alm in voller Vormittagssonne hinauf zur Falkenhütte. Nach einer ausgiebigen Rast an der Hütte ging es unterhalb der eindrucksvollen Lalidererwände hinein ins Laliderertal. Die Gemsen, die sich in den Wänden zeigten, waren dann auch Vorbild für das geschmeidige Durchklettern des Schotterwegs Richtung Laliderer Alm. Bereits oberhalb der Alm wurde der Sprint ins Tal gestartet, erst links, später rechts vom Laliderer Bach. Nach 23 Kilometern mit 1.100 Höhenmeter war das Timing perfekt – denn gerade zurück im Auto begann ein kurzer, aber heftiger Regenschauer.
Wilfried und sein Cateringservice ließ natürlich auch nach der langen Samstagstour nicht auf sich warten, die erschöpften, aber glücklichen Läufer freuten sich sehr über die Erstversorgung.
Anschließend gönnte man sich Kaffee & Kuchen in der Rasthütte der Engalm, einen Saunabesuch um die müden Muskeln zu lockern oder auch ein bisserl Kneippen im Rißbach, um dann beim gemeinsamen Abendessen auf der Hotelterrasse die Bergerlebnisse (+ kleine Kollateralschäden wie Stürze, eine vergessene Kamera) ausgiebig Revue passieren zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                    
Am Sonntag stand eine mittlere Abschlusstour zur Plumsjochhütte auf dem Programm, im strammen Tempo ging es zunächst auf dem Wirtschaftsweg, dann über Trailpfade bis zur Hütte auf 1.630 m. Der Großteil der Läufer ließ es sich nicht nehmen, noch den Gipfel des Plumsjoches zu erobern, Willi Neureiter und Marlies Willer liefen sogar noch weiter, bis zur Montscheinsenke. Auch am letzten Tag des Trainingswochenendes in der Eng war es sehr warm, wenn auch zwischendurch bewölkt. Diejenigen, die auch noch das Plumsjoch erklommen hatten, bekamen auf dem Rückweg eine ordentliche, erfrischende Dusche ab. Aber beim Abkürzer Richtung Eng schien schon wieder die Sonne vom blauen Himmel und der Große Ahornboden zeigte sich beim Abschied nochmals von seiner Bilderbuchseite.

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Das Fazit: Für alle Karwendelmarschteilnehmer bot das Wochenende tolle Trainingseinheiten, alle nicht so erfahrenen (Berg-)Läufer sind nun ebenfalls ‚infiziert‘ – und alle fiebern schon jetzt dem geplanten Orientierungslauf Anfang Oktober entgegen, zum Indian Summer in der Eng!

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